{"id":91,"date":"2017-05-02T14:34:59","date_gmt":"2017-05-02T14:34:59","guid":{"rendered":"http:\/\/zahlenbedeutung.de\/?p=91"},"modified":"2017-05-02T14:34:59","modified_gmt":"2017-05-02T14:34:59","slug":"die-wahre-bedeutung-der-zahlen-in-wissenschaft-und-religion-2","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/zahlenbedeutung.de\/?p=91","title":{"rendered":"Die wahre Bedeutung der Zahlen in Wissenschaft und Religion"},"content":{"rendered":"<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p>Ver\u00f6ffentlicht am <a href=\"https:\/\/web-beta.archive.org\/web\/20160317003815\/http:\/www.zahlensymbolik.de\/?p=23\">14. Januar 2013<\/a><\/p>\n<p>Es handelt sich bei dem nachfolgenden Text um einen die Zahlen betreffenden Auszug aus einem umfangreicheren Aufsatz.\u00a0<strong>Michael Stelzner<\/strong>:\u00a0<em>Bedeutung der Zahlen als das Verbindende von Wissenschaft und Mystik in Ankn\u00fcpfung an die j\u00fcdisch-kabbalistische Tradition<\/em>, ein Beitrag anl\u00e4sslich der Tagung \u201eVon der Wissenschaft zur Mystik\u201c an der \u201eUniversidad de la m\u00edstica\u201c \u00c1vila vom 2.-6. Oktober 2008, ver\u00f6ffentlicht in: Aufgang, Jahrbuch f\u00fcr Denken, Dichten, Musik,\u00a0 6\/2009, Verlag Kohlhammer, herausgegeben von Jos\u00e9 S\u00e1nchez de Murillo, Martin Thurner \u00a0 \u00a0 (Link zum GesamtText z.Zt. in Vorbereitung)<\/p>\n<p>(gek\u00fcrzt) Erst wenn sich jemand, die Sprache der Zeit sprechend, finden w\u00fcrde, dessen Verzweiflung und Wahrhaftigkeit gro\u00df genug w\u00e4ren, um die Einheit der Extreme zuzulassen, w\u00e4re Kommunikation m\u00f6glich. Dass es solche Wissenschaftler gibt, l\u00e4sst ein Vorwort Erwin Schr\u00f6dingers nach Erhalt des Nobelpreises, angesichts der ersch\u00fctternden Wirklichkeiten in der Quantenmechanik, hoffen:<em> \u201eIch sehe keinen einzigen Ausweg aus dem Dilemma wenn wir unser wahres Ziel nicht f\u00fcr immer verlieren wollen -, als dass sich einige von uns an die Synthese von Fakten und Theorien heranwagen, wenn auch mit \u00fcbernommenem und unvollkommenem Wissen und mit dem Risiko, sich l\u00e4cherlich zu machen.\u201c<\/em> <a href=\"https:\/\/web-beta.archive.org\/web\/20160317003815\/http:\/www.zahlensymbolik.de\/?p=23#_ftn1\">[1]<\/a><\/p>\n<p>Der Versuch einer Synthese kann trotz allem nur in der Sprache die wir sprechen beginnen, und das ist heute die wissenschaftliche. Wenngleich die Wissenschaft bez\u00fcglich des Subjektes und seines offensichtlich m\u00e4chtigen Bewusstseins bisher versagt hat, so basiert sie dennoch auf dem Privileg des Menschen, mithilfe der Vernunft Einheit sichtbar werden zu lassen. Daher n\u00e4hrt sich die Hoffnung, auf dem f\u00fcr viele der Trockenheit einer W\u00fcste gleichenden wissenschaftlichen Terrain ein Rinnsal zu entdecken, dass die Verbindung zum anderen Extrem, dem Ozeanischen herstellt. Wenn wir die Wissenschaften mit der Mystik in Verbindung bringen, dann bringen wir Extreme in Verbindung, dann bringen wir Dinge in Verbindung, die das sind, was sie sind, weil sie sich zun\u00e4chst einmal gegenseitig ausgeschlossen hatten. Es war Pythagoras, der solche Vernunft beschrieb: \u201e<em>Das Gleichnis dessen, der die h\u00f6chste Vernunft besitzt, ist und kann nur die F\u00e4higkeit sein, die Beziehungen zu erkennen, die auch Dinge einen, die scheinbar keinerlei Verbindungen zueinander haben.\u201c<\/em> Er hinterlie\u00df uns zudem die Instrumente des Verbindens in dem Satz \u201e<em>Alles ist Zahl<\/em>\u201c. Die Zahl geh\u00f6rt zwei sich zu einander komplement\u00e4r verhaltender Welten an, der Welt des Objektiven und der Welt des Subjektiven, der quantitativen Welt der Mathematiker und der sinnstiftenden Welt der Qualit\u00e4ten, kurzum der konkreten Welt und der Welt der Ideen. Die Zahl <em>z\u00e4hlt<\/em> und <em>erz\u00e4hlt\u00a0<\/em>gleicherma\u00dfen.<\/p>\n<p>(gek\u00fcrzt)\u00a0\u00a0\u00a0 Bei der Suche nach den Urspr\u00fcngen der j\u00fcdischen Theologie und ihrer Kabbala wird als deren Voraussetzung immer wieder das Erbe der Kulttheologie betont.<a href=\"https:\/\/web-beta.archive.org\/web\/20160317003815\/http:\/www.zahlensymbolik.de\/?p=23#_ftn2\">[2]<\/a> Das stellt die erz\u00e4hlende Seite der Zahl unter den Verdacht, lediglich ein Relikt aus ihr zu sein. Zweifelsfrei f\u00fchrten die fr\u00fchen mythischen Weltbilder zu einem komplexen System kultischer Vorstellungen, in denen man die Sch\u00f6pfung und ihre Ordnung in einer Kultordnung und einem Kultkalender einzufangen versuchte. So konnte sich der Mensch selbst in die Ordnung einf\u00fcgen von der alles Gedeihen abhing. Bei diesen geschichtlichen Darstellungen beeindruckt die praktisch-kultische Unterwerfung des Menschen immer wieder so sehr, dass dabei die Frage nach dem tieferen Wirkungszusammenhang zwischen Himmel und Erde unter gleichzeitiger Einbeziehung der Macht des Subjektes fast immer vergessen wird. Vor allem vergisst man dabei, dass ein Wirkungszusammenhang von der zumeist nicht mehr gestellten Frage abh\u00e4ngt, ob es eine geregelte Komposition von Bedeutungseinheiten (Welt der Ideen) gibt, die hinter ihm steht. Wer nach der Urordnung, nach der Quelle der Sch\u00f6pfung sucht, der st\u00f6\u00dft zun\u00e4chst auf die Metaphorik und dann unausweichlich auf die Zahlen. Die heiligen Schriften der Religionen und die Sch\u00f6pfungsmythen sind interpretationsabh\u00e4ngig und oft widerspr\u00fcchlich. Immer aber beziehen sich die Sch\u00f6pfungsworte auf Zahlenzusammenh\u00e4nge kein Sch\u00f6pfungsmythos, der bei der Beschreibung der Urordnung nicht auf Zahlenverh\u00e4ltnisse zur\u00fcckgreifen w\u00fcrde. Dazu kommt die Tatsache, dass Zahlen \u00e4lter sind als Worte.<\/p>\n<p>Am deutlichsten wird das in der Religion der Maya, in der die einzelnen G\u00f6tter mit Zahlen einfach identisch sind.<a href=\"https:\/\/web-beta.archive.org\/web\/20160317003815\/http:\/www.zahlensymbolik.de\/?p=23#_ftn3\">[3]<\/a> Auch die Genesis stellt dem gesamten biblischen Kanon eine Sch\u00f6pfungsordnung voran, die mit der Ordnung der fortlaufenden Zahlen identisch ist. Selbst das ethische Grundgesetz der Thora, der Dekalog wird, wie es sein Name ausdr\u00fccklich sagt, mit der Zahl, vornehmlich mit den 10 Sch\u00f6pfungsworten in Verbindung gebracht. Eine solch fr\u00fche \u201eKabbala\u201c entspricht ihrem Grundgedanken nach der Philosophie Platons. Sie setzt wie diese darauf, dass sich die Natur allen Seins auf klare, rationale Strukturen zur\u00fcckf\u00fchren l\u00e4sst.<\/p>\n<p><strong>Der alte und neue Zahlbegriff<\/strong><\/p>\n<p>Wir haben heute den Zahlbegriff auf das Quantitative, das Z\u00e4hlende reduziert und zu dem Erz\u00e4hlenden, den qualitativen Vorstellungen keinen Zugang mehr. Das Theoriesystem dahinter liefert jedoch beindruckend geordnete, theosophische Gedanken aus denen auch die Mythen gewebt sind. Die Mythen entziehen sich einerseits bis heute allen bisher bekannten ph\u00e4nomenologischen Untersuchungsmethoden. Andererseits verweisen sie auf pr\u00e4existente Gegebenheiten, also Dinge, die schon vor der Weltsch\u00f6pfung existierten. Wegen ihrer grundlegenden Qualit\u00e4t sahen C.G. Jung und M. Eliade in ihnen eine Erh\u00e4rtung ihrer These von den Archetypen der Psyche. Am Ende seines Lebens hat auch C.G. Jung die Quintessenz aus der Suche nach den Archetypen gezogen und in den nat\u00fcrlichen Zahlen \u201e<em>dasjenige Element gesehen, welches die Bereiche von Psyche und Materie gemeinsam anordnet\u201c.<\/em><a href=\"https:\/\/web-beta.archive.org\/web\/20160317003815\/http:\/www.zahlensymbolik.de\/?p=23#_ftn4\"><strong><em>[4]<\/em><\/strong><\/a>Deren Erforschung trug er zwei Jahre vor seinem Tod seiner engsten Mitarbeiterin, Marie-Luise von Franz als Verm\u00e4chtnis auf.<a href=\"https:\/\/web-beta.archive.org\/web\/20160317003815\/http:\/www.zahlensymbolik.de\/?p=23#_ftn5\">[5]<\/a><\/p>\n<p>Die qualitative, die erz\u00e4hlende Seite der Zahlen ist unserer Zeit fremd. Doch besch\u00e4ftigen wir uns mit ihr ernsthaft, dann k\u00f6nnte man regelrecht erschrecken vor den Hinweisen gro\u00dfer Geister, die den Zahlen eigene Entit\u00e4ten und die Schl\u00fcsselrolle der Erkenntnisf\u00e4higkeit zukommen lassen.<\/p>\n<p>Es war nicht nur Leibniz<a href=\"https:\/\/web-beta.archive.org\/web\/20160317003815\/http:\/www.zahlensymbolik.de\/?p=23#_ftn6\">[6]<\/a>, der ihnen schon in seiner ersten Schrift die pr\u00e4stabilisierende Harmonie des Ganzen zuschrieb. Wolfgang Pauli<a href=\"https:\/\/web-beta.archive.org\/web\/20160317003815\/http:\/www.zahlensymbolik.de\/?p=23#_ftn7\">[7]<\/a>, Henri Poincar\u00e9<a href=\"https:\/\/web-beta.archive.org\/web\/20160317003815\/http:\/www.zahlensymbolik.de\/?p=23#_ftn8\">[8]<\/a>, Hermann Weyl<a href=\"https:\/\/web-beta.archive.org\/web\/20160317003815\/http:\/www.zahlensymbolik.de\/?p=23#_ftn9\">[9]<\/a>, oder Philip J. Davis<a href=\"https:\/\/web-beta.archive.org\/web\/20160317003815\/http:\/www.zahlensymbolik.de\/?p=23#_ftn10\">[10]<\/a> haben immer wieder hervorgehoben, dass die nat\u00fcrlichen Zahlen \u00bb<em>Pers\u00f6nlichkeit\u00ab<\/em> und einen \u00bb<em>individuellen<\/em> <em>Charakter\u00ab<\/em> besitzen, also keineswegs nur k\u00fcnstliche oder erfundene Ordnungen sind. Werner Heisenberg<a href=\"https:\/\/web-beta.archive.org\/web\/20160317003815\/http:\/www.zahlensymbolik.de\/?p=23#_ftn11\">[11]<\/a> zeigte nicht nur gro\u00dfes Interesse am Pythagoreischen Zahlenprinzip sondern hat in diesem Zusammenhang die Wichtigkeit der Zahl als solche oft genug unterstrichen. Auch Heinrich Hertz bemerkte, dass man sich dem Eindruck nicht entziehen k\u00f6nne, dass mathematische Formeln ein eigenes Leben und eigene Intelligenz bes\u00e4\u00dfen und dass sie weiser seien als ihre Entdecker, <em>\u201eindem man mehr aus ihnen herausholen k\u00f6nne, als wir urspr\u00fcnglich in sie hineingelegt h\u00e4tten<\/em>\u201c.<a href=\"https:\/\/web-beta.archive.org\/web\/20160317003815\/http:\/www.zahlensymbolik.de\/?p=23#_ftn12\">[12]<\/a><\/p>\n<p>Der Eindruck, dass die Zahlen das ordnende Band des Weltenbaues, also eine Art Betriebsprogramm der Evolution sind, geh\u00f6rt keineswegs der Vergangenheit an sondern dr\u00e4ngt sich heute mehr denn je vielen Naturwissenschaftlern auf. Auch wenn die so auf die Zahlen Aufmerksam-Gewordenen aus ihrem naturwissenschaftlichen Kontext heraus allein nicht mehr herauszuholen verm\u00f6gen, so f\u00fchrt sie ihre konsequente Denkweise hin zu Platons \u00bb<em>Anschauung der wahren Natur der Zahlen<\/em>\u00ab (s. nachfolgendes Platon-Zitat). Zwei Zitate sollen das erhellen:<\/p>\n<p>Sir Roger Penrose, Rouse-Ball-Professor f\u00fcr Mathematik an der Universit\u00e4t Oxford h\u00e4lt die platonische Sichtweise f\u00fcr zwingend und spricht von einem sogenannten \u201e<em>nicht-rechnerischen, aber wissenschaftlichen Element<\/em>\u201c, das uns \u201e<em>zu wahrer Erkenntnis<\/em> \u201e<em>bef\u00e4higt\u201c. <\/em>Penrose folgt Platon und verlangt, seine Ideen zu ergr\u00fcnden:<em> \u201eIch hoffe, die Leser von der engen und wesentlichen Beziehung zwischen der platonischen Welt und der Welt der physikalischen Objekte \u00fcberzeugt zu haben. Allein das Vorhandensein dieser au\u00dferordentlichen weiterhin zutiefst r\u00e4tselhaften Beziehung wird, so hoffe ich, den Skeptikern helfen, die platonische \u201eWelt\u201c vielleicht etwas ernster zu nehmen als zuvor. M\u00f6glicherweise werden einige auch weitergehen als ich es mit diesen \u00dcberlegungen tun wollte.\u201c<\/em><a href=\"https:\/\/web-beta.archive.org\/web\/20160317003815\/http:\/www.zahlensymbolik.de\/?p=23#_ftn13\"><strong><em>[13]<\/em><\/strong><\/a><\/p>\n<p>Von John D. Barrow, Prof. f\u00fcr Astronomie an der Universit\u00e4t von Sussex in Brighton, h\u00f6ren wir: <em>\u201eNaturwissenschaftler glauben daran, dass es ein Universum mit einer einzigen allgemeing\u00fcltigen Gesetzgebung gibt, die letztlich allen Unterabteilungen der Naturwissenschaft die Marschbefehle erteilt. In den letzten Jahren ist die Suche nach dieser einen \u201eTheorie f\u00fcr Alles\u201c zum heiligen Gral der Grundlagenwissenschaften geworden. Wenn sie gefunden ist, wird ihr Inhalt logisch konsistente Mathematik sein. Was aber <strong>ist<\/strong> Mathematik, und warum vermuten wir in ihr das Geheimnis des Weltalls? Warum suchen wir die Antworten auf die letzten Fragen \u00fcber das Wesen der physikalischen Wirklichkeit in der Mathematik? Was ist \u00fcberhaupt Mathematik, und warum bew\u00e4hrt sie sich? Wenn wir diese Frage nicht beantworten k\u00f6nnen, beruhen unsere wissenschaftlichen Erkl\u00e4rungen letztlich auf Dingen, die wir nicht verstehen, auf den unfassbaren Geheimnissen, die hinter den unangreifbaren Zinnen eines Luftschlosses liegen. \u201c \u201eWarum folgen die Dinge dem Pfad, den eine Folge von Zahlen vorgibt, wie sie sich aus einer Gleichung auf einem St\u00fcck Papier herleiten lassen? Gibt es zwischen ihnen eine geheime Verbindung? Ist es reiner Zufall oder k\u00f6nnte es gar nicht anders sein?\u201c<\/em><a href=\"https:\/\/web-beta.archive.org\/web\/20160317003815\/http:\/www.zahlensymbolik.de\/?p=23#_ftn14\"><strong><em>[14]<\/em><\/strong><\/a><strong><em>\u00a0<\/em><\/strong>Wenn es sich erweisen sollte, dass die Zahlen das Betriebsprogramm der Sch\u00f6pfung sind, dann kann es in der Tat gar nicht anders sein!<em>\u00a0<\/em><\/p>\n<p><strong>Die Zahl \u2013 das Symbol an sich<\/strong>\u00a0 \u00a0 \u00a0\u00a0(grch. \u00bbSymbolon\u00ab bedeutet <em>das Verbindende<\/em>)<\/p>\n<p>F\u00fcr die j\u00fcdische Mystik, die Kabbala, ist die Hochsprache der Religion eine Sprache der Zahlen. Dass dies f\u00fcr alle Religionen gilt, kann ich in diesem Rahmen nur behaupten. Wenn das aber so ist und wenn wir dar\u00fcber hinaus eine tragf\u00e4hige Wissensbasis schaffen wollen, welche die Defiziteunseres derzeitigen wissenschaftlichen Wissens aufzufangen vermag, dann m\u00fcssen wir die bisher scheinbar noch unvereinbaren Extreme, das tradierte Kulturwissen einerseits und die moderne Naturwissenschaft andererseits \u00fcber einen gemeinsamen Bezugsrahmen verstehen lernen. Das ist demnach nur m\u00f6glich, wenn auch die Sprache der Naturwissenschaft in der Sprache der Zahlen begr\u00fcndet ist. So gilt es, die Sprache der Evolution als eine Sprache der Zahlen zu entschl\u00fcsseln.<\/p>\n<p>Hinweise und Gelegenheiten daf\u00fcr bieten sich besonders dort, wo wir es mit Symbolen und Metaphern zu tun haben. Die Metaphorik und Symbolik geh\u00f6ren heute nicht mehr nur der Esoterik an. Sie haben inzwischen als Wissenschaftsmetaphorik und Wissenschaftssymbolik eine interdisziplin\u00e4re Funktion eingenommen. Von dort aus gelangt man durch einen kleinen Schritt der Abstraktion zwangsl\u00e4ufig zu den Zahlen. Nicht mehr vom z\u00e4hlenden Auge geblendet wird man gewahr, dass nicht nur die Religionen die Sch\u00f6pfung der Welt und ihre Ordnung mit den Zahlen begr\u00fcnden. Die Philosophie und die Naturwissenschaften haben es schon von Anfang an getan. Das allgemein bekannte \u00bb<em>Alles ist Zahl\u00ab<\/em> des Pythagoras von Samos (ca. 540 v.Chr.) k\u00f6nnen wir m\u00f6glicherweise noch als eine vorzeitliche Ansicht eines Vorsokratikers abtun, nicht aber mehr die daraus abgeleiteten Zusammenh\u00e4nge. Die Relativit\u00e4tstheorie ist ein \u201e<em>Pythagoreismus ungeahnten Ausma\u00dfes<\/em> (Einstein). Wer annimmt, die Raumzeit habe keinen Bezug zur Weisheit des Pythagoras, der reduziert den Philosophen auf das rein Quantitative, auf die rechnende Mathematik. Solches Vorgehen ignoriert die sie urspr\u00fcnglich begr\u00fcndende Zahlenweisheit und verfehlt, wie uns das folgende Beispiel zeigt, den wahren Kern der Philosophie:<\/p>\n<p>Der Urvater der abendl\u00e4ndischen Philosophie ist Platon. Auf seinen Grundmauern ruhen unz\u00e4hlige geistige Geb\u00e4ude.<a href=\"https:\/\/web-beta.archive.org\/web\/20160317003815\/http:\/www.zahlensymbolik.de\/?p=23#_ftn15\">[15]<\/a> Wir kennen den Kern der platonischen Philosophie, die Ideenlehre. Nach ihr besteht die wahre Wirklichkeit der Welt nicht aus den Einzeldingen dieser Welt, sondern aus <em>\u201eallgemein urbildhaften Ideen<\/em>\u201c. Was denn aber die urbildhaften Ideen sind, das ist entweder unbekannt oder die Antwort Platons erscheint zu einfach, um sie als Schl\u00fcssel seiner Erkenntnis zu akzeptieren. Dabei finden wir sie in unmissverst\u00e4ndlicher Form in der Mitte seines Hauptwerkes, der Politeia:<\/p>\n<p>\u201e <em>was allen K\u00fcnsten und Forschungen und Wissenschaften unentbehrlich ist, und was denn jeder mit als Erstes erlernen muss. Diese ganz bescheidene Weisheit: die <strong>richtige<\/strong> Kenntnis der Eins, der Zwei und der Drei.\u201c<\/em><a href=\"https:\/\/web-beta.archive.org\/web\/20160317003815\/http:\/www.zahlensymbolik.de\/?p=23#_ftn16\"><strong><em>[16]<\/em><\/strong><\/a> Dass unter der \u00bb<em>richtigen\u00ab<\/em> Kenntnis nicht nur eine quantitative sondern vor allem auch eine der \u00fcbergeordneten Idee zugeh\u00f6rige qualitative Schau zu verstehen ist, die sowohl dem Kriegsmann wie dem Philosophen dient, das stellt Platon klar und deutlich heraus: <em>\u201eEs obliegt uns also dies Fach <\/em>(Zahlenkunst)<em> zum gesetzlichen Lehrfach zu machen und diejenigen, die k\u00fcnftig im Staate der h\u00f6chsten Amtsgewalt teilhaftig sein sollen, zu veranlassen sich der Zahlenkunst zuzuwenden und sich mit ihr zu befassen nicht etwa blo\u00df in laienhafter Weise, sondern bis sie durch reine Vernunftt\u00e4tigkeit zurAnschauung der<strong> wahren Natur der Zahlen <\/strong>gelangt sind, eine Art der Behandlung, die nichts gemein hat mit Kaufen und Verkaufen wie bei Kaufleuten und Kr\u00e4mern\u2026\u201c.<\/em>\u00a0 F\u00fcr Platon war jenes Lehrfach ein \u201e<em>besonders feines Fach\u201c<\/em>, weil es, wie er es ausdr\u00fcckte,\u00a0 \u201e<em>die Seele offenbar n\u00f6tigt auf dem Wege des reinen Denkens sich der reinen Wahrheit zu n\u00e4hern.\u201c<\/em> <a href=\"https:\/\/web-beta.archive.org\/web\/20160317003815\/http:\/www.zahlensymbolik.de\/?p=23#_ftn17\">[17]<\/a><\/p>\n<p><strong>\u00a0Das Wesen der Zahl \u2026<\/strong><\/p>\n<p>\u201e<em>Man k\u00f6nnte sagen: welch herrliche Gesetze hat der Sch\u00f6pfer in die Zahlen gelegt!<\/em>\u201c, so Wittgenstein <a href=\"https:\/\/web-beta.archive.org\/web\/20160317003815\/http:\/www.zahlensymbolik.de\/?p=23#_ftn18\">[18]<\/a>. \u00a0Auf die die Religion, Philosophie und die Naturwissenschaften bewegende Frage, was denn wahr ist, gibt es immer nur Antworten, die mit den Zahlen zu tun haben. Mit Zahlen ordnen wir die Welt und wir versuchen die Welt, mit Zahlen einzuholen. Zum einen laufen wir in unserem Verstehen-Wollen der Welt und ihrer durch die Zahl gepr\u00e4gten Ordnung nach. Zum anderen ist sie uns voraus. Sie ist die Grundlage und Vorbedingung unseres exakten Denkens. Die Existenz der Zahlen ist wirklicher als die Existenz von Zeit und Raum. Zahlen sind pr\u00e4existent und das Abstrakte an sich. Nur deshalb lassen sich Raum und Zeit durch sie ordnen.<\/p>\n<p>Wenn alles, die Welt und auch wir und unser Denken der Zahl zugeh\u00f6rig sind, dann verstehen wir unser Tun als <em>Selbstbewegung<\/em>, mit der wir unseren Platz in der Ordnung finden. Wo anders sollten wir dann eine Antwort auf die Frage nach uns und dem Ph\u00e4nomen des Bewusstseins finden als in dem, was uns die Zahlen erz\u00e4hlen k\u00f6nnen?<\/p>\n<p>Religion, Philosophie und Naturwissenschaft suchen die Ordnung mit Hilfe der Zahlen. Sie unterscheiden sich nur in ihrem Weg und dem auf ihm liegenden Gegenstand. W\u00e4hrend sich die einen dem Transzendenten, der <strong>Idee<\/strong>, den Archetypen, kurzum dem Ideal zuwenden, besch\u00e4ftigen sich die anderen mit der ihnen real erscheinenden Wirklichkeit der Dinge.<\/p>\n<p><strong>\u00a0\u00a0 \u2026 aus der Sicht der Religion<\/strong><\/p>\n<p>Der Ordnungsbegriff ist, ob quantitativ oder qualitativ verstanden, vom Begriff der Zahl nicht zu trennen. Die Religion beschreitet den qualitativen Weg und konzentriert sich auf die Qualit\u00e4t des Ursprungs. Auf ihn hin hinterfragt sie die von der Polarit\u00e4t gepr\u00e4gten Beziehungen in der Welt. Sie sind aus ihm hervorgegangen und von ihm gepr\u00e4gt.<\/p>\n<p>Sobald jemand ordnet, dann ordnet er es, in welche Ausdehnung auch immer, entweder \u00bbvor\u00ab oder \u00bbnach\u00ab etwas schon Vorhandenem. Das\u00a0 \u00bbvor\u00ab\u00a0 oder\u00a0 \u00bbnach\u00ab \u00a0ist ein Nachvollzug der Ur-Beziehung\u00a0 \u00bbEins-Zwei\u00ab. Diese erste Beziehung ist die Ahnbeziehung aller Beziehungen. Das schl\u00e4gt sich zahlensymbolisch im Namen des Ahnvaters der drei gro\u00dfen abrahamitischen Religionen nieder, dem Judentum, dem Christentum und dem Islam. \u00bb<em>Abraham<\/em>\u00ab ist gleichbedeutend mit der Zahlenfolge <strong>1-2<\/strong>-200-5-40 und bedeutet \u00bb<em>Vater einer gro\u00dfen Menge<\/em>\u00ab. Nach der expliziten Benennung der Urbeziehung \u00bbEins-Zwei\u00ab folgt der dann bewusste Versuch einer Heilsgeschichte. Zahlensymbolisch ist die \u00bbgro\u00dfe Menge\u00ab die der Urbeziehung folgende, unendliche Vielzahl aller Zahlbeziehungen. Mit der V\u00e4tergeschichte Abrahams kommt sodann und erst ab dort -, \u2013 auch fortlaufend der Begriff \u00bb<em>Vater<\/em>\u00ab, <strong>1-2<\/strong>-10 (hebr. Aba, \u05d0\u05d1\u05d9) vor. Er verb\u00fcrgt die ewige Gegenwart der Urbeziehung.<\/p>\n<p>Die fortlaufenden Zahlen sind die Repr\u00e4sentanten dieser Urbeziehungen, der Ordnung und Wechselwirkung an sich. Die Zahlen verraten uns, was Beziehungen im urspr\u00fcnglichen Sinn sind und wie sie zustande kommen. Beziehung ist Bindung. Und in der besonderen Art der Bindung jeder Zahl besteht ihre umfassende Einmaligkeit.<\/p>\n<p>Machen wir uns dazu am Zahlenstrahl klar, wie eine Zahl entsteht: Jede Zahl ist eine solche nur, weil sie dies ist<em> in Bezug und in unverbr\u00fcchlicher Bindung an die Eins<\/em>, dem Repr\u00e4sentanten der Einheit, Ganzheit und Vollkommenheit (s. Abb.).<\/p>\n<p>Die Vier ist die Vier, weil sie eben viermal die <em>Einheit <\/em>repr\u00e4sentiert! Und die Sieben ist nur Sieben, weil sie gerade siebenmal die <em>Einheit<\/em> repr\u00e4sentiert! Jede Zahl definiert sich und damit ihre Individualit\u00e4t an der Einheit, Ganzheit und Vollkommenheit. Nichts ist so sehr und unverbr\u00fcchlich an die Einheit gebunden wie die Zahl. Das macht sie zur wahrhaftigen, g\u00f6ttlichen Sprache der Sch\u00f6pfung. Die Zahl 2 ist das <em>seinem Schein nach<\/em> Andere. Mit ihr beginnt die nicht endende Vielheit. In der Sprache der Zahlen gibt es nach dem o.g. Bild jedoch keine Vielheit, welche nicht die Einheit spiegelt und offenbart. Da jede Zahl den Ursprungsbezug in sich tr\u00e4gt \u2013 mithin durch die Einheit <strong><em>ist<\/em><\/strong> haben dar\u00fcber hinaus alle Zahlen eine eindeutige Beziehung auch untereinander. Als Ganzes verleihen sie der Einheit sodann eine gr\u00f6\u00dfere Dimension. Aus der Einheit, dem anf\u00e4nglich ungreifbaren Punkt, der Alles und Nichts vereint, wird ein Kreis. Der <strong>Di<\/strong>mensionszuwachs vom dimensionslosen, ungreifbaren Punkt zum dimensionshaften (\u00bbteilhaftigen\u00ab) Kreis wurde durch die Vielheit der Zahlen erreicht. Wie viele Zahlen auch immer die Peripherie des Kreises bilden, sie bilden ihn deshalb, weil sie unabh\u00e4ngig von ihrer individuellen Gr\u00f6\u00dfe \u2013 jede f\u00fcr sich allein <em>auf den Ursprung bezogen<\/em> sind. Die Zahlen setzen das Grundthema jeder Philosophie und Religion ins Bild: das Gegen\u00fcber von Gott (Einheit) und Welt (Vielheit), das Gegen\u00fcber der \u201eZahl\u201c 1 und der \u201eVielheit der Zahlen\u201c. Jede Zahl steht dabei f\u00fcr eine Idee. Die erste und letzte Idee aber im Bilde der Zahlen ist die Einheit <em>aller<\/em> Unterschiede.<\/p>\n<p>Die Bindung der Zahl ist vollkommen. Sie dient der Einheit und stellt sich ihr uneingeschr\u00e4nkt zur Verf\u00fcgung. Insofern verzichtet sie als vollkommen dienendes Wesen auf jegliches Eigenleben. So kennen und benutzen wir sie. Eine Zahl kann <em>alles<\/em> z\u00e4hlen. Beim Z\u00e4hlen wird sie automatisch, geradezu selbstlos, zum Zeichen dessen, was sie z\u00e4hlt. Wir sagen, sie kann potentiell alles bedeuten. Ihre <em>Grunddeutung<\/em> indessen verliert sie nie. Das aber gerade gibt ihr das Eigenleben zur\u00fcck, das wir in allen Erscheinungen finden und an ihr so bewundern. Es ist die paradoxe Einheit von <em>Hingabe<\/em>und resultierendem\u00a0<em>Lebensgewinn<\/em>, die der Gegenstand aller Religionen ist. Jene Beziehung resultiert aus der Ur-Beziehung \u00bbEins\u00abZwei\u00ab. Sie ist der H\u00fcter des Grals, des letzten Ordnungsgesetzes. In der Metaphorik der zwei Cherubim bewacht sie den Eingang zum Paradies.<\/p>\n<p>Aus dem religi\u00f6sen Kontext heraus kann uns klar werden, wie noch einseitig die heutigen Naturwissenschaften die Zahl betrachten. Die absolute Verbindlichkeit der Zahl macht sie universell und zu dem Hilfsmittel der Naturwissenschaft, das wir kennen. Daraus zu schlussfolgern, die Zahl h\u00e4tte deshalb keine <em>spezifische<\/em> <em>Qualit\u00e4t<\/em> und sie st\u00fcnde ausschlie\u00dflich f\u00fcr Quantit\u00e4t, nur weil sie sich mit <em>jeder<\/em> Qualit\u00e4t verbinden kann, ist ein schwerwiegender Trugschluss. Das k\u00e4me dem Trugschluss gleich, dass jemand, der mit Menschen aller Glaubensrichtungen und Einstellungen kommunizieren kann, deshalb selbst keine Qualit\u00e4t und kein Profil besitzen w\u00fcrde, also minderwertig oder minderentwickelt w\u00e4re. Das ist nicht so \u2013 im Gegenteil, und wir wissen es, denn die Menschen erstreben diese g\u00f6ttliche Qualit\u00e4t in der Projektion auf einen Messias. Der Zahl wegen ihrer universellen F\u00e4higkeit auch ihre jeweilige individuelle Qualit\u00e4t abzusprechen, ist unlogisch und nicht haltbar. In ihr kommt vielmehr der Sinn von Individualit\u00e4t, der Ungeteiltheit trotz Teilhaftigkeit, in seiner tiefsten Bedeutung des Wortes zum Ausdruck.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>\u00a0\u00a0 \u2026 aus der Sicht der Naturwissenschaft<\/strong><\/p>\n<p>Die Mathematik sowie die gesamte Naturwissenschaft kann wegen des Preises ihrer Bindung an das Konkrete trotz st\u00e4ndiger Verfeinerung ihrer Mittel die nat\u00fcrlichen Vorg\u00e4nge und Zusammenh\u00e4nge des Lebens immer nur beobachten und beschreiben, jedoch ohne Hinzunahme der Anderswelt, der geistigen Welt nicht deuten. Sie kann es nicht, weil sie den \u00bbUrsprung\u00ab nicht kennt; sie kennt nach ihrem Sprachgebrauch die \u00bbAnfangsbedingungen\u00ab nicht.<\/p>\n<p>Das gilt seit dem Jahre 1931 durch den Mathematiker Kurt G\u00f6del als gesichert. Damals erlitt die Welt der Mathematik einen Schock. Kurt G\u00f6del setzte dem Traum einiger Mathematiker, die logische Widerspruchsfreiheit, die Konsistenz der Mathematik aus sich selbst heraus beweisen zu k\u00f6nnen, ein Ende. Er bewies, dass die mathematischen Wahrheiten mehr sind als Konstruktionen aus Axiomen und Regeln. Ab da an war auch naturwissenschaftlich klar, dass man aus der Mathematik herausgehen muss, wenn man sie voll verstehen will. Ansonsten bleiben in ihr immer unentscheidbare Aussagen. Das in dem Aufsatz \u201e<em>\u00dcber formal unentscheidbare S\u00e4tze der Principia Mathematika und verwandter Systeme<\/em>\u201c genannte G\u00f6delsche Unvollst\u00e4ndigkeitstheorem l\u00e4sst es nicht mehr zu, die Mathematik f\u00fcr sich allein als die letztg\u00fcltige, vollkommene und vollst\u00e4ndige Theorie zu sehen. Das bot die besondere Gelegenheit, den letzten Dingen der Wirklichkeit n\u00e4her zu kommen. Aber die auf so strenge Logik und Unbestechlichkeit orientierten Mathematiker machten paradoxerweise nun das, was sie eigentlich von den subjektiven Wissenschaften unterscheiden sollte; sie waren subjektiv und blieben in der alten Denkweise verhaftet.<\/p>\n<p>G\u00f6del war nicht nur einfach Mathematiker. Er war vor allem ein Vertreter des Platonismus<strong><em>. <\/em><\/strong>Zahlen waren f\u00fcr ihn wirklicher als die vermeintlich realen Dinge. G\u00f6del glaubte an die Welt der Ideen, aus der heraus sich die mathematische Realit\u00e4t speist. Die naturwissenschaftlich-mathematische Welt ist eine Ableitung aus der Welt der Ideen und kann deshalb allein aus ihrer Position heraus nicht befriedigend erkl\u00e4ren, weshalb Materie entsteht und was sie bewegt. Das bedarf eines \u00fcbergeordneten Sinnzusammenhanges wie er durch den Verweischarakter der Zahl erstellt wird.<\/p>\n<p>Die Wirklichkeit l\u00e4sst sich nur verstehen, wenn sie zwingend eine sprachliche Struktur enth\u00e4lt und so der Ordnung folgt. Die Naturwissenschaften bedienen sich mit dem Experiment und der Mathematik in ganz dinghafter Weise der ordnenden Sprache der Zahlen. Konkret bedienen sie sich der in der Mathematik eingebauten Logik. Ihre Elemente, die Zahlen und ihre Beziehungen zueinander erzwingen diese Logik. Weil das so ist, ist eine weitgehende Zusammenarbeit in der Forschung m\u00f6glich. Das durchaus erstaunliche Ph\u00e4nomen bleibt unverstanden, bis man die ihr zugrundeliegenden Archetypen und ihre Beziehungen \u201ebeim Namen kennt\u201c (\u00bbz\u00e4hlen\u00ab im Sinne von \u00bbbenennen\u00ab). Dazu aber m\u00fcssen sie beginnen, die bisher einfach nur hingenommenen, wundersamen Selbstverst\u00e4ndlichkeiten ihrer Werkzeuge zu hinterfragen. <em>\u201eDenn wenn ein denkendes Gesch\u00f6pf von ihnen [den Zahlen] erf\u00e4hrt, kann sich dieses Gesch\u00f6pf gar kein anderes Z\u00e4hlen vorstellen als jenes, das wir kennen. Warum sind die Zahlen uns mit solcher Gewissheit vertraut?<\/em>\u201c<a href=\"https:\/\/web-beta.archive.org\/web\/20160317003815\/http:\/www.zahlensymbolik.de\/?p=23#_ftn19\">[19]<\/a> Z\u00e4hlen ist ein Zuordnungsprozess der direkt funktioniert.<\/p>\n<p>Der Weg der Naturwissenschaften hin zu einer neuen Bedeutungsverleihung der Zahlen ist vorgezeichnet. Der Widerspruch, ihre Struktureigenschaften und somit ihre ordnungsstiftenden Qualit\u00e4ten einerseits anzuerkennen, andererseits es aber abzulehnen, diese in ihnen selbst zu suchen, ist f\u00fcr eine auf die Dinge gerichtete Wissenschaft nur begrenzt durchzuhalten. W\u00e4hrend das f\u00fcr sie so wichtige Objekt mehr und mehr schwindet und das bisher geschm\u00e4hte Subjekt an Bedeutung gewinnt, erh\u00e4lt das Prinzip der Beziehung ein besonderes Gewicht. Im Grunde haben uns heute schon Mathematik und Physik gelehrt, dass die <em>Beziehung dem Element voraus<\/em> <em>geht<\/em>. Das System entsteht aus Beziehungen und nicht aus Elementen. Es gibt keine autonomen Teilchen, die nicht wieder als Beziehung zu definieren w\u00e4ren.<a href=\"https:\/\/web-beta.archive.org\/web\/20160317003815\/http:\/www.zahlensymbolik.de\/?p=23#_ftn20\">[20]<\/a> Alles sind Beziehungen.<\/p>\n<p>Selbst wenn man von der kaum mehr zu haltenden Annahme, Zahlen h\u00e4tten nur eine quantitativ, z\u00e4hlende Eigenschaft, ausginge, so kommt ein das hochgradig geordnete Universum ernsthaft hinterfragender Wissenschaftler an dem Urordnungselement Zahl nicht vorbei. In einer Welt, die in allen ihren Teilen von der Polarit\u00e4t gepr\u00e4gt ist, fehlt der Zahl offenbar als einziges ein wirklicher Gegenpol. Sieht man ihre innere Dynamik und ihre inneren Beziehungen nicht, dann ist sie als Ganzes etwas Ungespaltenes, Ungeteiltes, weil Nichtpolares. Das macht sie einmalig. Im naturwissenschaftlichen Sprachgebrauch entspricht das dem Prinzip einer Singularit\u00e4t. Eine solche setzt aber die Gesetze und die Denke der herk\u00f6mmlichen Naturwissenschaft, die dennoch und gerade auf die Zahl baut, au\u00dfer Kraft. Der Widerspruch mahnt an, die Zahl auf ihre m\u00f6glichen Botschaften hin zu untersuchen. Tut man es, dann gelangt man unweigerlich zu dem schon vorangehend dargelegten inneren Aufbau der Zahlenreihe, in der die individuelle Zahl eine solche nur ist, weil sie eine unverbr\u00fcchliche Beziehung zur Einheit, Ganzheit und Vollkommenheit hat, deren ontologischer Repr\u00e4sentant die Zahl Eins ist. Unter all den relativen Gr\u00f6\u00dfen unseres Universums sind die Zahlen \u201eam wenigsten relativ\u201c. Sie sind \u201eTeilst\u00fccke\u201c, aber alle Urrepr\u00e4sentanten der \u201eEin-Sicht\u201c.<\/p>\n<p><strong>\u00a0Die Konsequenzen um das Wissen der\u00a0Archetypen\u00a0 &#8211;\u00a0 die erweiterte Sicht \u2026<\/strong><\/p>\n<p><strong>\u00a0\u00a0\u2026 f\u00fcr die Naturwissenschaften<\/strong><\/p>\n<p>Mit dem Wissen dass die Zahlen die Ordnung vorgeben und dass das Ma\u00dfgebende hinter der Ordnung die \u00bbZahl 1\u00ab, die Einheit, Ganzheit und Vollkommenheit ist, legen die physikalischen Erkenntnisse und Experimente ein anderes, neues Zeugnis ab. Allein die heute als banal geltende Erkenntnis, dass der theoretische Anfangszustand des Universums ein <em>einziger<\/em> ist, aber zugleich die gr\u00f6\u00dfte <em>Vielfalt<\/em> an M\u00f6glichkeiten einschlie\u00dft, und dass in diesem Anfang das Ma\u00df der Unordnung (Entropie) gleich Null ist, d.h. einen Zustand der maximalen, der reinen Ordnung darstellt, bekommt eine ausgesprochen tiefe Bedeutung. Das gilt f\u00fcr die meisten Experimente. Dazu einige Beispiele:<\/p>\n<p>Pythagoras interessierte sich f\u00fcr die Umst\u00e4nde, die den Zustand der Harmonie herbeif\u00fchren und untersuchte das Harmonieempfinden des Menschen am Monochord, einem einfachen Saiteninstrument. Dabei wies er nicht nur die Korrelation der Tonh\u00f6he von der L\u00e4nge der klingenden Saiten nach sondern entdeckte etwas Normatives, das Jahrtausende sp\u00e4ter durch die Atomphysik best\u00e4tigt wurde, dort hingegen auf das Unverst\u00e4ndnis seiner Entdecker stie\u00df und schlie\u00dflich zur Entwicklung der Quantenmechanik f\u00fchrte: Es war die Tatsache, dass Harmonien durch ganze Zahlen entstehen! Konkret: Die konsonierenden Intervalle der Tonleiter, d.h. die \u00bb<em>Harmonien<\/em>\u00ab werden durch einfache, d.h. <em>ganzzahlige Verh\u00e4ltnisse<\/em> ausgedr\u00fcckt! Eine Oktave entspricht dem exakten Zahlenverh\u00e4ltnis 2:1, eine Quinte 3:2, eine Quarte 4:3 usw. Durch die Entdeckung des Pythagoras kann der Mensch dieses erstrebenswerte Ideal \u2013 den Zustand der Harmonie \u2013 formell erfassen. Der Schl\u00fcssel sind zweifelsfrei die ganzen Zahlen.<\/p>\n<p>Der suchende Mensch, den das Gef\u00fchl der Vertreibung aus dem Paradies qu\u00e4lt, erkennt mangels \u00bbEin-Sicht\u00ab nur die halbe Wirklichkeit, empfindet sich folglich nur als das Gebrochene und als ein verstimmtes Musikinstrument im Orchester der Sch\u00f6pfung. Ihm fehlt die ideale harmonikale Resonanz. Wie sehr hier das Prinzip und die praktische Wirklichkeit korrelieren, kennen wir aus Erfahrung. Sind K\u00f6rper oder Seele von Zeit zu Zeit einmal verstimmt, dann erreichen wir mitunter Heilung durch das Aufnehmen musikalischer Harmonien. Sie wirken, obwohl dem Musikkonsumenten dabei nicht bewusst ist, dass diese Harmonien durch die ganzen Zahlen bewirkt werden.<\/p>\n<p>Der denkende Forscher jedoch dringt durch seine aus der Disharmonie kommenden Fragen entsprechend weiter vor. Sein Tun f\u00fchrt ihn zu der gleichen normierenden Welt der ganzen Zahlen, die schon Pythagoras am Monochord demonstrierte und in seiner Folgewirkung am pythagoreischen Dreieck beleuchtete. Die Atomphysiker fanden die sprunghaften \u00dcberg\u00e4nge der Elektronen (Quantenspr\u00fcnge), zu deren Erstaunen zwischen deren strahlungsfreien \u00bbUmlaufbahnen\u00ab <em>keinerlei \u00dcbergang<\/em> (!) existiert. Dies f\u00fchrte zur Entwicklung der Quantentheorie, sp\u00e4ter der Quantenmechanik und der bis heute nicht abgeschlossenen Quantenfeldtheorie. Die Quantenspr\u00fcnge der Elektronen und deren festen \u00bbUmlaufbahnen\u00ab gleicht dem Monochord. Beide zeigen die regief\u00fchrende Wirkung der ganzen Zahlen. Was f\u00fcr die Forschung auf der subatomaren Ebene so eigenartig und unerkl\u00e4rlich aber zweifelsfrei wirksam ist, haben sie auf der atomaren Ebene hingenommen, ohne deren philosophische Bedeutung zu w\u00fcrdigen. Man bedenke: Unsere substanzielle Welt, die chemischen Elemente, ordnen sich im Periodensystem der Elemente nach den ganzen Zahlen! Die gesch\u00f6pfte Substanz ist notwendig eine Vielheit von Elementen. Weil sie aber der Zahlenordnung folgt, bleibt sie, der Einheit, Ganzheit und Vollkommenheit unterstellt, so, wie jede einzelne Zahl der Einheit verbunden bleibt und sonach ihre Existenz begr\u00fcndet.<\/p>\n<p>Die Zahlen, wie die Elemente, wurden vom Menschen <em>entdeckt<\/em> und keineswegs von ihm <em>erfunden<\/em>. Sie waren vor ihm. In ihrer nur dem Prinzip und weniger dem Ph\u00e4nomen nach beschr\u00e4nkten Anzahl von Mustern bilden sie die <em>Archetypen<\/em> der Sch\u00f6pfung, denn sie heben mit Eins an und haben keine naturgegebene Grenze, keine letzte Zahl. Die Zahlen geben die Ordnung vor und sind, weil auch wir Ausdruck der Ordnung sind, unsere geistigen \u00bb<em>Denk- und Bildungsmuster\u00ab<\/em>. Sie machen in ihrer Folge die einzelnen Ideen und die daraus entstehende Dynamik durchsichtig, die wir allgemein als Kausalit\u00e4ten beschreiben (Es versteht sich, dass dies im Einzelnen an anderer Stelle nachzuweisen w\u00e4re).<\/p>\n<p>Dass die ganzen Zahlen musterhaft wirklich allgegenw\u00e4rtig sind, zeigt uns die Quantenmechanik auch hinsichtlich ihrer eigenartigen Resultate bez\u00fcglich des Konkreten an sich. Wir wissen, dass selbst die \u00fcber uns kommenden und unser Leben rahmenden Parameter Zeit, Raum und Energie gequantelt sind und nur in wohl definierten Portionen und nicht etwa in beliebigen Gr\u00f6\u00dfen vorkommen. Es gibt eine kleinste Zeit-, eine kleinste Raum- sowie eine kleinste Energie-Einheit. Unterhalb dieser Mindestgr\u00f6\u00dfen verliert die Physik ihren Sinn. Das hat, was man sehr leicht \u00fcbersieht, h\u00f6chste Bedeutung. Wenn es ein halbes oder irgendwie geteiltes Quantum nicht geben kann und alle Pakete nur ganzzahlig sein k\u00f6nnen, dann bedeutet das, dass all die Gr\u00f6\u00dfen, mit denen wir unseren Kosmos beschreiben, zwingend in Verbindung mit ganzen Zahlen vorkommen! Das h\u00e4lt wor\u00fcber wir uns immer wieder wundern den Kosmos zusammen und macht ihm zu dem, was \u00bbKosmos\u00ab bedeutet: <em>Ordnung<\/em>. Weil die Substanz an die Zahl gebunden ist, wie diese an die Einheit, bleibt trotz zunehmender \u00bbTeilhaftigkeit\u00ab das Ganze gewahrt. Nur so erleben wir, das was uns H.Lesch in seinem Vortrag mit kosmologischen Bildern vorgef\u00fchrt hat: Der Kosmos lebt von den Nichtgleichgewichten und so genannten Symmetriebr\u00fcchen. Wo immer wir hinschauen, in all seinen Teilen begegnet uns der Fehler. Wir leben in einem Universum voller Fehler und doch bilanzieren wir: \u201e<em>Die Entwicklung des Universums ist eine einzige Erfolgsgeschichte<\/em>\u201c. Das verdanken wir der Ordnung, deren Repr\u00e4sentanten die Zahlen sind.<\/p>\n<p>Die weitgehende Unfassbarkeit des Ganzen (Einheit) verursacht bei uns erst einmal ein Unbehagen, das uns schon beim Blick in den unbegrenzten Kosmos beschleicht. Bei n\u00e4herem Hinsehen und echtem Verstehen erweist sich diese Qualit\u00e4t jedoch als Garant einer zeitlosen Vollkommenheit, welche inhaltlich gesehen Zerst\u00f6rung verhindert und die Sch\u00f6pfung nach dem Urbild der Zahlen als durchg\u00e4ngiges Additionsprinzip erkennbar macht. Die durch den Erkenntnisprozess aus der Einheit zeitweilig herausgel\u00f6sten St\u00fccke \u00f6ffnen sich einer wahren Einsicht dann, wenn man sie auf die im Hintergrund waltende Einheit bezieht. Solche Einsicht macht das schauende Individuum \u00fcberm\u00e4chtig und opferf\u00e4hig, denn es macht mit seinem Geist die Teilst\u00fccke zu Gliedern des Ganzen \u2013 zur Offenbarung g\u00f6ttlicher Ordnung und Gerichtetheit.<\/p>\n<p><strong>\u00a0 \u2026 f\u00fcr die Religionen, insbesondere f\u00fcr\u00a0das Verh\u00e4ltnis von Zahl und Schrift<\/strong><\/p>\n<p>Die Zahl war vor dem Buchstaben. Und der Gebrauch von Zahlen entwickelte sich vor der Schrift. Der Kern der Kulturentwicklung liegt in den Zahlen. Beispielhaft ersehen wir das an den Megalithkulturen. Diese besa\u00dfen die F\u00e4higkeit komplizierte astronomische Berechnungen durchzuf\u00fchren, aber eben noch keine Schrift!<\/p>\n<p>Die Logik der Schrift basiert auf der Logik der Mathematik und diese auf der Logik der Zahlenelemente. An deren Anfang und Ende wiederum steht, wie wir inzwischen wissen, der Durchgriff der Eins, der die Vielheit zusammenh\u00e4lt und regiert.<\/p>\n<p>Die Schrift ist die menschliche F\u00e4higkeit, die <em>Einheit<\/em> von Dingen durch <em>einfachste<\/em> Elemente ins Bild zu setzen und damit zu kommunizieren. Mit Hilfe der Einheit \u2013 hier \u00bbEinzelheiten\u00ab in Form der einfachste Buchstaben \u2013 wird Einheit offenbart. Ein Buchstabe, ein Satz und ein Aufsatz sind solche Einheiten in wachsender Gr\u00f6\u00dfe. Die vollkommenste Ausformung erh\u00e4lt diese Einheit aber dann, wenn sie in <em>allen<\/em> ihren Dimensionen, Inhalt wie Form, diese Einheit zum Ausdruck bringt. Das ist beispielsweise bei einem Gedicht der Fall. W\u00e4hrend ein gew\u00f6hnlicher Brief auch \u00fcberaus Unangenehmes vermitteln kann, ist ein Gedicht von vornherein der Einheit geweiht, was der Leser wei\u00df und an ihm besonders sch\u00e4tzt. Selbst ein trauriges Gedicht ist am Ende sch\u00f6n, wie wir mitunter sagen, \u201eschaurig sch\u00f6n\u201c. Das Versma\u00df und andere Stilmittel sind nur die Ausdrucksformen des immer Gleichen \u2013 der Ganzheit, des \u201e<em>Wahren, Sch\u00f6nen, Guten<\/em>\u201c, wie es Platon nennt.<\/p>\n<p>Die h\u00f6chste Kunst w\u00e4re es, wenn der Schreiber diese Ganzheit in wirklich allen Ebenen zum Ausdruck bringen w\u00fcrde. Dabei m\u00fcsste schon jeder einzelne Buchstabe bereits die Ordnung erkennbar machen. Die so aus ihnen entstehenden Worte m\u00fcssten sodann, der gleichen Ordnung und Hierarchie folgend, so aneinander gereiht sein, dass ihre Abfolge die noch immer sehr verborgene Einheit weiter entfaltet. Schlie\u00dflich w\u00fcrde aus streng geordneten Buchstaben, W\u00f6rter, S\u00e4tze, eine ganze Geschichte, ein Kapitel, ein Buch und ein ganzer Kanon von B\u00fcchern entstehen. Das w\u00e4re dann wirklich eine die Einheit sichtbar machende, vollkommene, ganze und Heil offenbarende Schrift eine \u00bb<em>heilige Schrift\u00ab<\/em>. Sie liegt uns vor, und sie zu entschl\u00fcsseln ist wegen ihres Umfangs ein Lebenswerk. Wir werfen hier einen Blick auf die ersten drei Buchstaben:<\/p>\n<p>Um die Ordnung der Zahlen in Buchstaben umzusetzen, m\u00fcssen beide ihrem Inhalt, d.h. ihrer Qualit\u00e4t nach einander streng zugeordnet werden. Das ist in der biblisch-hebr\u00e4ischen Sprache der Fall. In ihr gibt es, keine gesonderten Zahlzeichen. Buchstaben und Zahlen sind identisch. Das Alef entspricht der Eins, das Beth der Zwei usw. Alle Buchstaben gelten als Sch\u00f6pfungskr\u00e4fte Gottes, haben einen Zahlenwert und einen ihnen zugeordneten Sinn. Jedes Wort stellt daher eine Abfolge von Zahlen dar, welche eine in ihr verborgene Dynamik von Sch\u00f6pfungsgedanken anschaulich macht. Die Deutung von W\u00f6rtern und Texten erh\u00e4lt auf diese Weise eine zus\u00e4tzliche Dimension.<\/p>\n<p>An diese Stelle geh\u00f6rt eine dringende Abgrenzung und Klarstellung: \u00a0Wie jedes Instrumentarium kann auch dieses seinem urspr\u00fcnglichen Zweck entfremdet und missbraucht werden. Dann entsteht ein gef\u00e4hrlicher kabbalistischer Unsinn wie wir ihn aus der aktuellen esoterischen Szene kennen, die \u00fcber sogenannte Schl\u00fcsselzahlen \u201eMacht- und Zauberinstrumente\u201c machen will. Diese Gefahr hat zu jeder Zeit bestanden. F\u00fcr die Redaktoren der heiligen Schrift war es deshalb von vornherein notwendig, die Ordnung sicher erkennbar und nachvollziehbar zu halten. Die gr\u00f6\u00dfte und entscheidende Standardisierung der Schriften des AT geschah h\u00f6chstwahrscheinlich am Ende des 1 Jh. und Anfang des 2. Jh. n.Chr. Seit dem verf\u00fcgen wir \u00fcber den so genannten vormasoretischen Text, der im wesentlichen mit unserem heute bekannten masoretischen Text \u00fcbereinstimmt.<\/p>\n<p>Ein Verfall kann, wie wir heute wissen, nicht nur auf der spirituellen Seite sondern auch auf der wissenschaftlichen stattfinden. Kein geringerer als Heinrich Heine hat darauf hingewiesen: \u201e<em>Man kann die Ideen, wie sie in unserem Geiste und in der Natur sich kundgeben, sehr treffend durch Zahlen bezeichnen; aber die Zahl bleibt doch immer das Zeichen der Idee, nicht die Idee selber. Der Meister bleibt dieses Unterschieds noch bewusst, der Sch\u00fcler aber vergisst dessen und \u00fcberliefert seinen Nachsch\u00fclern nur eine Zahlenhieroglyphik, blo\u00dfe Chiffren, deren lebendige Bedeutung niemand mehr kennt und die man mit Schulstolz nachplappert. Dasselbe gilt von den \u00fcbrigen Elementen der mathematischen Form.<\/em>\u201c <a href=\"https:\/\/web-beta.archive.org\/web\/20160317003815\/http:\/www.zahlensymbolik.de\/?p=23#_ftn21\">[21]<\/a><\/p>\n<p>Die Botschaft der Thora ist nach dem soeben beschrieben Entfaltungsprinzip, analog der Urbeziehung Eins\u2014Zwei schon im <em>ersten<\/em> Buchstaben, dem \u00bbBeth\u00ab des \u00bb<strong><em>B<\/em><\/strong><em>ereschit<\/em>\u00ab, das im Alphabet zugleich der <em>zweite<\/em> Buchstabe ist, in G\u00e4nze enthalten \u2013 \u00e4hnlich eines Samenkorns, in dem bereits die gesamte Erbinformation steckt. Sp\u00e4testens aber in den ersten zwei Worten und ihrer Gemeinsamkeit (Einheit) wird jedoch die schon in h\u00f6chst konzentrierter Form enthaltene Botschaft des ersten Buchstabens deutlich.<\/p>\n<p>Das dort behandelte Urproblem des Menschen ist seine von ihm so empfundene Trennung von der Einheit. Der Mensch findet sich in der f\u00fcr ihn verwirrenden Welt der Polarit\u00e4ten, der Welt der Vielheit wieder. Im Zahlengleichnis ist das die Welt der Zahlen 2 bis Unendlich. Das einzige, dessen der Mensch sich sicher sein kann, ist die allgegenw\u00e4rtige Polarit\u00e4t. Alles in der Welt ist von ihr gepr\u00e4gt. Von ihr ist er \u00bbabh\u00e4ngig\u00ab (s. die \u201eschlechthinnige Abh\u00e4ngigkeit\u00ab Schleiermachers). Jene Qualit\u00e4t der Zweizahl verbindet der Mensch vorwiegend mit dem Sinn von Halbheit, Zweifel, Zwiespalt, Zwist und dem Begriff des \u00bbGegeneinander\u00ab, worunter er leidet. Nur selten erhascht er von der Zweiheit einen positiven Eindruck, wie beispielsweise in einer \u00bbZweisamkeit\u00ab, die wiederum nur vor\u00fcbergehend und von kurzer Dauer ist.<\/p>\n<p>Der Mensch mit seiner Erkenntnisf\u00e4higkeit, seinem unterscheidenden Verstand, ist seiner Natur nach getrieben, die Einheit zu reflektieren, denn er steht ihr zun\u00e4chst gegen\u00fcber. Gelingt es ihm, die Beziehung zu ihr in rechter, verbindender (verbindlicher) Weise zu definieren, dann schlie\u00dft er sie in seinem Bewusstsein ein, das sonach g\u00f6ttlicher Wesensart wird. Der Weg des Bewusstseins beginnt bei der Qualit\u00e4t, die ihr eigen ist. Das ist die Zweiheit, die F\u00e4higkeit zu differenzieren, demgem\u00e4\u00df auseinander zu halten und zu spalten.<\/p>\n<p>Als der Mensch sich im biblischen Gleichnis der Erkenntnis zuwandte, ging er diesen Weg des Spaltens. Darin folgte er dem Sch\u00f6pfer, der vorbildhaft die Welt an 6 Tagen immer durch den Vorgang der Abspaltung schuf (Licht-Finsternis, Wasser oben \u2013 Wasser unten; Wasser \u2013 Erde; Sonne \u2013 Mond, Wassertiere \u2013 V\u00f6gel; Landtiere Mensch). Der Weg der Entwicklung beginnt zahlensymbolisch gesehen mit der Zwei und ihrer Bedingtheit.<\/p>\n<p>Die Genesis stellt mit dem Beth, dem 2.Buchstaben des Alphabets ganz demonstrativ die Zweizahl und ihren Widerspruch voran und entfaltet sodann das Prinzip durch alle Ebenen hindurch. Der ersten Bedingtheit folgt eine regelrechte Kaskade von Bedingtheiten und Widerspr\u00fcchen. Betrachten wir die Zahlenwerte der ersten beiden W\u00f6rter, dann stellen wir fest, dass dem 2. Wort im Verh\u00e4ltnis zum 1.die zweite H\u00e4lfte fehlt. Auf der Satzebene wird die darin liegende Botschaft noch deutlicher.<\/p>\n<p>Der erste Satz enth\u00e4lt exakt 11 der 22 Buchstaben des hebr. Alphabeths. Die \u201eHalbheit\u201c stellt das Beziehungsverh\u00e4ltnisses 1:2 heraus, um das es immer geht. Auch hier ist das Erste, der erste Satz, wie das \u201eB\u201c am Anfang eine \u201eHalbheit\u201c. Das Voranstellen des Zweiten ist Programm. So erkl\u00e4rt sich auch der \u00fcberaus eigenartige Bau des so wichtigen ersten Satzes. Anstatt des erwarteten, leicht zu bildenden und klar verst\u00e4ndlichen Verbalsatzes \u201eGott schuf im Anfang den Himmel und die Erde \u2026\u201c, bei dem die Zahl 1 und zugleich Gott den Anfang eingenommen h\u00e4tten sowie das zweite Wort mit der Zwei begonnen h\u00e4tte, beginnt die Schrift mit einem Konjunktionalsatz \u201e[(Als) <em>Im-Anfang schuf G\u00f6tter<\/em> \u2026\u201c] und einer Kaskade von Widerspr\u00fcchen.<\/p>\n<p>In\u00a0dieser wohl kaum zuf\u00e4lligen Wahl verbirgt sich offenbar der Kern der Weisheit, die zu vermitteln die Schrift angetreten ist und die schon das Beth zum ersten Tr\u00e4ger des religi\u00f6sen Zentralgeheimnisses macht. Nach der kabbalistischen Tradition wird deshalb auch die paradoxe Konstruktion, der \u201e<strong><em>erste<\/em><\/strong><em> Buchstabe <strong>Beth<\/strong><\/em>\u201c zus\u00e4tzlich mit einer kleinen Krone verziert.<a href=\"https:\/\/web-beta.archive.org\/web\/20160317003815\/http:\/www.zahlensymbolik.de\/?p=23#_ftn22\">[22]<\/a><\/p>\n<p>Auf welche rechte<a href=\"https:\/\/web-beta.archive.org\/web\/20160317003815\/http:\/www.zahlensymbolik.de\/?p=23#_ftn23\">[23]<\/a> Weise sich die \u00fcber die Zwei aufgebaute Spannung zu entwickeln hat, wird nat\u00fcrlich ebenso gleich zu Anfang in den ersten beiden W\u00f6rtern vermittelt: Eins und Zwei, das Ganze und das Teilhaftige, das Ungebrochene und das Gebrochene stehen sich gegen\u00fcber wie These und Antithese. Ziel von These und Antithese ist die Synthese. Die Synthese der zuvor getrennten Teile zu einem gr\u00f6\u00dferen und komplexeren Ganzen, welches die Einheit, Ganzheit und Vollkommenheit sichtbar und erfahrbar macht, ist auch das Ziel und das Prinzip der Sch\u00f6pfung. Wir erfahren das, wenn wir uns das erste (Ur-)Verb der heiligen Schrift, das \u00bbbara\u00ab [hebr. \u00bbsch\u00f6pfen\u00ab] anschauen das explizit dem g\u00f6ttlichen Sch\u00f6pfungsakt vorbehalten ist.<\/p>\n<p>Die im g\u00f6ttlichen \u00bbbara\u00ab verborgene kabbalistische Weisheit offenbart sich in seiner Zahlenfolge 2\u2192200\u21921. Sie beschreibt die an allem Anfang stehende, allgegenw\u00e4rtige Polarit\u00e4t (2). Sie ist der Zustand der Spannung und Bedingtheit. Im dinglichen Sinn ist sie das Andere, eine Antithese zu etwas schon Vorhandenem. Synthese kann nur geschehen, wenn das jeweils andere nicht get\u00f6tet sondern vielmehr erh\u00f6ht wird. Das ist im wahrsten Sinn des Wortes \u00bbnotwendig\u00ab, um im Vollzug der Synthese seine Aufgabe erf\u00fcllen zu k\u00f6nnen. Wenn die Zweiheit auf ein h\u00f6heres Niveau gebracht wird, wird sie zur Synthese bef\u00e4higt. Zahlensymbolisch wird das ins Bild gesetzt durch das Hinzutreten der Null. Das Polare wird, genau genommen, auf eine zweifache Weise erh\u00f6ht. Dann erst wird Einheit (1) offenbar, was die heilige Schrift mit der Zahlenfolge 2\u2192200\u21921 zu beschreiben versucht. Diese ersten drei Buchstaben und dieses erste Verb, das Tun Gottes, sind die h\u00f6chste Konzentration biblischer Weisheit. Als solche bilden sie zugleich eine Halbheit (Bedingtheit), denn sie bilden genau (und nur) die H\u00e4lfte des ersten Wortes (Bereschit). Damit wird das Verh\u00e4ltnis 1:2 ins Bild gesetzt und ausgesagt, dass die Eins und die Zwei unabdingbar zusammen geh\u00f6ren. Diese gleiche Aussage wird auf gegenpolare Weise im 2. Wort, dem \u00bbbara\u00ab ins Bild gesetzt. Die gleichen drei Buchstaben bilden auch das <em>zweite<\/em> Wort; doch bilden sie hier das <em>ganze <\/em>Wort! Im ersten Wort, dem Sinnbild des Ganzen (Einheit) stehen sie f\u00fcr eine <em>Halbheit<\/em> und im zweiten Wort, dem Sinnbild der Polarit\u00e4t (Zweiheit), stehen sie f\u00fcr das <em>Ganze<\/em>. 2 = 1 und 1 = 2 hei\u00dft die Botschaft der ersten beiden W\u00f6rter. Sie stehen einander gegen\u00fcber wie These und Antithese.<\/p>\n<p>Die Bibel hebt mit der Zwei an und bindet sie zugleich unmittelbar und auf polare Weise an die Einheit. Das zweite Wort ist auf zweifache Weise vollkommen: Die aus dem ersten Wort kommenden drei Buchstaben repr\u00e4sentieren das Vollkommene, weil sie trotz ihrer Halbheit ein vollkommenes Wort sind und sie repr\u00e4sentieren das Vollkommene, weil sie das vollkommene Tun Gottes beschreiben. Es ist also vollkommen \u201e<em>obwohl<\/em>\u201c ihm zum Ersten eine H\u00e4lfte fehlt und \u201e<em>gerade dadurch<\/em>\u201c, dass sie ihm fehlt.<\/p>\n<p>Erst das dritte Wort (<em>G\u00f6tter<\/em>, hebr. \u00bbElohim\u00ab), das Symbol der Synthese steht f\u00fcr das g\u00f6ttliche Subjekt. Oder anders ausgedr\u00fcckt: Die Offenbarung der Einheit bedarf einer vorangehenden Zweiheit. Die Einheit offenbart sich erst in der Dreizahl! So versteht es sich, weshalb der so gewichtige Gottesbegriff \u00bbElohim\u00ab nicht, wie wir es urspr\u00fcnglich erwartet h\u00e4tten, am Anfang der Sch\u00f6pfung steht, sondern \u201eerst\u201c an dritter Position. Das dritte Wort \u00bbElohim\u00ab ist \u00fcbrigens ein Plural-Name, so, wie die gesamte Sch\u00f6pfung eine plurale ist und erst in der Vielheit der Zahlen 2 bis Unendlich zum Ausdruck kommt.<\/p>\n<p>Diese biblische Kernaussage l\u00e4sst sich ohne Einschr\u00e4nkung auf die Naturwissenschaften \u00fcbertragen. Auch sie vollziehen auf die gleiche Weise die Ordnung nach. Auch sie spalten indem sie nach Erkenntnis streben. Doch wer nach Erkenntnis strebt, kann beim Spalten nicht bleiben. Ziel ist immer die Synthese. So bedeutet <em>Erkenntnis<\/em> dann auch die<em> fortw\u00e4hrende Verringerung von Vieldeutigkeit<\/em> bis eine Einheit, ein Ganzes sichtbar wird. Die Naturwissenschaften schlie\u00dfen mehr und mehr aus. An ihrem tiefsten Punkt bleibt ihnen jedoch keine andere Wahl, als sich, dem archetypischen Vorbild der Zahlenfolge 2\u2192200\u21921 nach, dann auch wieder dem vormals ausgeschlossenen Subjekt zuzuwenden. Das ist dann der Augenblick, in dem <em>\u201eder Stein, den die Bauleute verworfen haben, zum Eckstein wird.<\/em>\u201c<a href=\"https:\/\/web-beta.archive.org\/web\/20160317003815\/http:\/www.zahlensymbolik.de\/?p=23#_ftn24\">[24]<\/a> Wegen ihrer Vorurteile, die zugleich die Vorbedingungen ihrer Existenz waren, finden sie nur <em>gemeinsam<\/em> die gesuchte, gr\u00f6\u00dftm\u00f6gliche Kompression der Gesetze \u2013 den <em>normativen Durchgriff der Zahlen<\/em>. Am Ende offenbaren sie ihren Urgrund, die allen Anfang bildende Einheit, Ganzheit und Vollkommenheit.<\/p>\n<p>Die besondere Gabe des Menschen, <em>in der Vielfalt der Erscheinungen das Einfache (z.B. das Regelm\u00e4\u00dfige und Best\u00e4ndige) zu erkennen<\/em> macht ihn zum Ebenbild der Vollkommenheit. Sie macht ihn <em>in einer auf den ersten<\/em> Blick un\u00fcberschaubaren Welt \u00fcberlebensf\u00e4hig und sie macht diese Welt ein St\u00fcck weit \u201eberechenbar\u201c. Wenn das Berechenbare dann an seine nat\u00fcrlichen Grenzen st\u00f6\u00dft und mit seiner Halbheit konfrontiert wird, bedarf es erneut des Anderen, das seit langem schon an der gegen\u00fcberliegenden Seite der gleichen Grenze steht. Die Synthese wird eine neue, weniger dinghafte Wissenschaft sein. Sie wird eine Strukturwissenschaftseinund die Weisheit vernehmen, von der die Zahlen erz\u00e4hlen.<\/p>\n<p>Wir wollen bei all dem Messbaren das Ma\u00dfgebende finden. Wo immer wir hinschauen, es ist die unser Leben durchdringende Zahl. Sie ist es, weil sie eine ganz besondere, eine \u00bb<em>einmalige\u00ab<\/em> Beziehung zur Einheit, Ganzheit und Vollkommenheit hat. Deshalb ist sie das ordnende Band des Weltenbaues. Die Zahl ruft uns eine unverg\u00e4ngliche Botschaft zu:<\/p>\n<p>Ich rechne mit Dir. Auf mich kannst Du z\u00e4hlen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/web-beta.archive.org\/web\/20160317003815\/http:\/www.zahlensymbolik.de\/?p=23#_ftnref1\">[1]<\/a> Erwin Schr\u00f6dinger, <em>Was ist Leben, <\/em>Piper, 1993, 4. Auflage, 29f, Vorwort v. 1944.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/web-beta.archive.org\/web\/20160317003815\/http:\/www.zahlensymbolik.de\/?p=23#_ftnref2\">[2]<\/a> J. Maier, <em>Die Kabbalah<\/em>, M\u00fcnchen 1995, I. Bausteine.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/web-beta.archive.org\/web\/20160317003815\/http:\/www.zahlensymbolik.de\/?p=23#_ftnref3\">[3]<\/a> vgl. Marie-Luise von Franz, <em>Zahl und Zeit<\/em>, Klett-Cotta 1990, 131.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/web-beta.archive.org\/web\/20160317003815\/http:\/www.zahlensymbolik.de\/?p=23#_ftnref4\">[4]<\/a> Marie-Luise von Franz, <em>Zahl und Zeit<\/em>, Klett-Cotta 1990, 32.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/web-beta.archive.org\/web\/20160317003815\/http:\/www.zahlensymbolik.de\/?p=23#_ftnref5\">[5]<\/a> Marie-Luise von Franz, <em>Zahl und Zeit<\/em>, Klett-Cotta 1990, Vorwort.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/web-beta.archive.org\/web\/20160317003815\/http:\/www.zahlensymbolik.de\/?p=23#_ftnref6\">[6]<\/a> Gottfried Wilhelm Leibniz, <em>Disputatio metaphysica de principio individui<\/em>, Leipzig 1663.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/web-beta.archive.org\/web\/20160317003815\/http:\/www.zahlensymbolik.de\/?p=23#_ftnref7\">[7]<\/a> Wolfgang Pauli: <em>Naturwissenschaftliche und theoretische Aspekte der Idee des Unbewu\u00dften<\/em>, Aufs\u00e4tze und Vortr\u00e4ge \u00fcber Physik und Erkenntnistheorie, Braunschweig 1961, 122.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/web-beta.archive.org\/web\/20160317003815\/http:\/www.zahlensymbolik.de\/?p=23#_ftnref8\">[8]<\/a> vgl. Marie-Luise von Franz, <em>Zahl und Zeit<\/em>, Klett-Cotta 1990, 151.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/web-beta.archive.org\/web\/20160317003815\/http:\/www.zahlensymbolik.de\/?p=23#_ftnref9\">[9]<\/a> H. Weyl, <em>Philisophy of mathematics and Natural Sciense<\/em>, Princeton 1949, 7f.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/web-beta.archive.org\/web\/20160317003815\/http:\/www.zahlensymbolik.de\/?p=23#_ftnref10\">[10]<\/a> P.J. Davis, <em>The Lore of Large Numbers<\/em>, New Mathematical Libr., Yale 1961, 82f.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/web-beta.archive.org\/web\/20160317003815\/http:\/www.zahlensymbolik.de\/?p=23#_ftnref11\">[11]<\/a> W. Heisenberg, <em>Physik und Philosophie<\/em>, Stuttgart 1959, 52f.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/web-beta.archive.org\/web\/20160317003815\/http:\/www.zahlensymbolik.de\/?p=23#_ftnref12\">[12]<\/a> zit. n. Marie-Luise von Franz, <em>Zahl und Zeit<\/em>, Klett-Cotta 1990, 73.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/web-beta.archive.org\/web\/20160317003815\/http:\/www.zahlensymbolik.de\/?p=23#_ftnref13\">[13]<\/a> Roger Penrose, <em>Schatten des Geistes, Wege zu einer neuen Physik des Bewusstseins<\/em>, Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg Berlin Oxford, 1995, 524.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/web-beta.archive.org\/web\/20160317003815\/http:\/www.zahlensymbolik.de\/?p=23#_ftnref14\">[14]<\/a> John D. Barrow, <em>Ein Himmel voller Zahlen \u2013 auf den Spuren mathematischer Wahrheit,<\/em> Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg Berlin Oxford, 1994, 16.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/web-beta.archive.org\/web\/20160317003815\/http:\/www.zahlensymbolik.de\/?p=23#_ftnref15\">[15]<\/a> Alfred North Whitehead, einer der Autoren der \u00bb<em>Principia Mathematica<\/em>\u00ab (1910-13), welche die Arithmetik logisch begr\u00fcndet, \u00e4u\u00dfert sich sp\u00e4ter in seinem wohl wichtigsten Buch, \u00bb<em>Prozess und Realit\u00e4t\u00ab<\/em>, zur philosophischen Tradition Europas. F\u00fcr Whitehead sei danach diese am sichersten als eine \u00bb<em>Reihe von Fu\u00dfnoten zu Platon<\/em>\u00ab zu beschreiben.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/web-beta.archive.org\/web\/20160317003815\/http:\/www.zahlensymbolik.de\/?p=23#_ftnref16\">[16]<\/a> Plato, S\u00e4mtliche Dialoge, Band IV, Der Staat, \u00fcbers. und hrsg. von Otto Apelt, Felix Meiner Verlag, Leipzig 1923, Siebtes Buch, 522 St.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/web-beta.archive.org\/web\/20160317003815\/http:\/www.zahlensymbolik.de\/?p=23#_ftnref17\">[17]<\/a> Plato, S\u00e4mtliche Dialoge, Band IV, Der Staat, \u00fcbers. und hrsg. von Otto Apelt, Felix Meiner Verlag, Leipzig 1923, Siebtes Buch, 525St.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/web-beta.archive.org\/web\/20160317003815\/http:\/www.zahlensymbolik.de\/?p=23#_ftnref18\">[18]<\/a> Ludwig Wittgenstein, <em>Culture and Value<\/em>, Oxford 1980, 41<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/web-beta.archive.org\/web\/20160317003815\/http:\/www.zahlensymbolik.de\/?p=23#_ftnref19\">[19]<\/a> Rudolf Taschner, Zahl, Zeit, Zufall. Alles Erfindung?, ecowin 2007, 182<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/web-beta.archive.org\/web\/20160317003815\/http:\/www.zahlensymbolik.de\/?p=23#_ftnref20\">[20]<\/a> vgl. H.-P. D\u00fcrr: \u201e<em>Jedenfalls ist die Materie nicht aus Materie aufgebaut! Was wir finden sind \u201eWirks &amp; Passierchen\u201c<\/em> oder H. Lesch: \u201e<em>In der Physik sind Prozesse wichtiger als Substanzen.<\/em>\u201c<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/web-beta.archive.org\/web\/20160317003815\/http:\/www.zahlensymbolik.de\/?p=23#_ftnref21\">[21]<\/a> Heinrich Heine, <em>Zur Geschichte der Religion und Philosophie in Deutschland<\/em>, 150. Digitale Bibliothek Band 3: Geschichte der Philosophie, 3412 (vgl. Heine-WuB Bd. 5, 263).<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/web-beta.archive.org\/web\/20160317003815\/http:\/www.zahlensymbolik.de\/?p=23#_ftnref22\">[22]<\/a> vgl. Daniel Krochmalnik, <em>Im Garten der Schrift Wie Juden die Bibel lesen<\/em>, Sankt Ulrich, Augsburg 2006, 118.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/web-beta.archive.org\/web\/20160317003815\/http:\/www.zahlensymbolik.de\/?p=23#_ftnref23\">[23]<\/a> Die \u201erechte Weise\u201c versteht sich hier im pythagoreischen Sinne, in dem zwei widerstreitende Pole durch den <em>bewusst<\/em> gew\u00e4hlten rechten Winkel <em>verbunden<\/em> werden und so die neue Dimension, die Ebene bilden. Das Musterbeispiel ist das pythagoreische Dreieck der Seitenl\u00e4ngen 3, 4 und 5, das sodann exakt den Einheitskreis einschlie\u00dft und zur Darstellung bringt.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/web-beta.archive.org\/web\/20160317003815\/http:\/www.zahlensymbolik.de\/?p=23#_ftnref24\">[24]<\/a> Ps 118,22; Mt 21,42; Mk 12,10; Lk 20,17; Apg 4,11; 1.Petr 2,7<\/p>\n<p>Dieser Eintrag wurde ver\u00f6ffentlicht in <a href=\"https:\/\/web-beta.archive.org\/web\/20160317003815\/http:\/www.zahlensymbolik.de\/?cat=1\">Allgemein<\/a>, <a href=\"https:\/\/web-beta.archive.org\/web\/20160317003815\/http:\/www.zahlensymbolik.de\/?cat=15\">Bibel-Symbolik<\/a> von <a href=\"https:\/\/web-beta.archive.org\/web\/20160317003815\/http:\/www.zahlensymbolik.de\/?author=1\">drstelzner<\/a>. <a href=\"https:\/\/web-beta.archive.org\/web\/20160317003815\/http:\/www.zahlensymbolik.de\/?p=23\">Permanenter Link des Eintrags<\/a>.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/web-beta.archive.org\/web\/20160317003815\/http:\/wordpress.org\/\">Proudly powered by WordPress<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u00a0 Ver\u00f6ffentlicht am 14. 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